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Herzlich willkommen

Ich will nicht täglich dafür kämpfen müssen, trinken zu können, essen zu können und nachts schlafen zu dürfen! Jedes Klingeln des Telefons, jede Email, jeder Brief kann die Absage einer Hilfeleistung sein - und das jeden einzelnen Tag.
Ich will nicht Opfer eines Systems werden, in dem behinderte Menschen klein und anspruchslos gehalten werden und ihnen ihre normalen Rechte vorenthalten werden. Und ich will nicht weiter zulassen (müssen), dass Pflegedienste, Sozialämter, Versicherungen und Sanitätshäuser über mich reden und ich sie jeden Tag neu dazu zwingen muss, mit mir zu reden.
Ich merke, dass diese tägliche Angst, meine Grundbedürfnisse bedroht zu wissen, langsam Erfolg hat, und ich beginne mich zu beugen. Dieser unerträgliche Druck beginnt mich zu brechen.
Ich vertraue darauf, dass diese Aktion nicht vergebens ist.
Es darf nicht von der Willkür Einzelner abhängen, ob die Menschenwürde und die Grundbedürfnisse von behinderten Menschen in Freiburg gewährleistet werden. Dies muss eine Selbstverständlichkeit sein, die man nicht mehr einfordern muss. Auf gar keinen Fall darf dies etwas sein, was man gnadenhalber im Einzelfall gewährt oder eben auch nicht!
Ich will zusammen mit Ihnen für die Menschenwürde und die Emanzipation der behinderten Menschen in Freiburg eintreten!

Ich (Matthias) habe eine etwas andere Geschichte. Ich sitze erst seit wenigen Jahren im Rollstuhl. Dies war eine sehr schwere Zeit für mich, in der ich keinerlei Unterstützung irgendwelcher Art erfahren habe.
Das fing bei dem Stress an, einen Rollstuhl genehmigt zu bekommen und endetet in einem Jahre langen Streit um meine Rechte als Mensch, der mehr ist als ein Finanzobjekt für Sozialämter, Pflegedienste und Hilfsdienste.
Als ich mich weigerte, intimste Details meines Tagesablaufs offenzulegen, gipfelte dies in Sanktionen, die mich der Möglichkeit beraubt haben das Haus zu verlassen.
Ich konnte mein Bett verlassen und mich anziehen, ansonsten wurden mir alle Stunden für Freizeit und einkaufen gestrichen, um mich klein zu kriegen.
Dies wäre ohne die Unterstützung meiner Schwester vielleicht sogar gelungen. Nur durch Herrn Horn habe ich einen Termin bei der Spitze des Sozialamtes bekommen. Dort musste ich erst drohen, alle Hilfen abzulehnen, bevor eine für mich erträgliche Lösung gefunden werden konnte.


